Challenge #14

Die einzige Methode, wie wir die Welt retten können

Psychotherapie und Hypnose Roschanski Augsburg - Welt retten - Inneren Frieden finden

Foto: Privat

Wenn wir die Welt retten wollen, müssen wir uns beeilen.

Sie rauscht nämlich in diesem Moment schon wie ein roter Ferrari auf einem schnurgeraden Highway ungebremst in Richtung Untergang. Aufgetankt mit einem hochexplosiven Treibstoffgemisch aus Hass, Aggression, Egoismus und Gier. Die Frage ist doch eigentlich nur noch, ob die Welt vorher vielleicht doch noch an einem Stück Plastik aus ihren vermüllten Ozeanen erstickt oder vom Schatten einer Atombombe verschluckt wird, bevor sie die finale Mauer der Apokalypse crasht.

Ok, klingt vielleicht zu panisch, zu übertrieben, zu lächerlich… Aber was gerade auf der Welt passiert, macht vielen Menschen Angst. Mich eingeschlossen, zumindest manchmal. Und ich stelle mir oft die Frage, warum wir trotz abertausender Friedensdemonstrationen, -aktionen, -diskussionen und -organisationen noch immer nicht annähernd sowas wie Weltfrieden erreicht haben.

Was also machen wir falsch?

 

Warum wir die Welt bisher noch nicht gerettet haben

 

Das Problem ist Folgendes:

Wenn wir abends zur 20-Uhr-Tagesschau die Füße hochlegen, um uns das Elend der Welt reinzuziehen, legen wir gerne unser Köpflein in den Nacken und schauen nach oben zu den großen Mächtigen, die für den Schlamassel verantwortlich sind: All die korrupten Politiker, die geldgeilen Wirtschaftsbosse, die Kriegsführer und Sprengstoffgürtel-Träger, die AfD… oder im Zweifel der allmächtige Boss ganz oben, der all das Böse zulässt.

Gäbe es all diese bösen Menschen nicht, wäre unsere Welt sooo friedlich. Keine Kriege, keine Schlachten mehr.

 

Ja wirklich? Wäre es so?

 

Dann übersehen wir das Entscheidende:

 

Was ist mit all den Kriegsschauplätzen, die wir in unserem Alltag anführen?

An der Kampflinie…

  • ich und mein Partner, wenn wegen Geldsorgen die Fetzen fliegen.
  • ich und meine Arbeitskollegin, die arrogante Bitch, die sich bei ihrem täglichen Catwalk im Büro hoffentlich mal das Bein bricht.
  • ich und meine raffgierigen Geschwister, wenn wir ums Erbe streiten, während Mama noch keine zwei Tage unter der Erde liegt.

 

Und was ist mit dem einen unerbittlichen Krieg, den ich schon mein ganzes Leben lang führe?

Der Krieg gegen mich selbst.

  • gegen mein Aussehen
  • gegen meinen Körper
  • gegen meine Gedanken
  • gegen mein Bankkonto
  • gegen die Art, wie ich bin
  • gegen meine Zukunft
  • gegen meine Vergangenheit
  • gegen meinen Job
  • gegen jeden verdammten Montagmorgen
  • gegen das, was ich bin und was in meinem Leben ist

 

Allseits kampfbereit – mit scharfen Granaten und Raketen bewaffnet – hach, die Bundeswehr könnte neidisch werden, solch treue Soldaten sind wir.

 

Und da erzählen wir uns ernsthaft, dass wir bereit für den Weltfrieden sind? Glauben wir allen Ernstes, dass wir jemals im Großen Frieden erlangen werden, wenn wir nicht mal in der Lage sind, in unserem eigenen Geist Frieden zu erschaffen, geschweige denn in unserer Familie, Arbeitswelt oder im Freundeskreis?

 

Was wir tun müssen, um die Welt zu retten

 

Wenn wir ernsthaft – und ich meine ERNSTHAFT – den Weltfrieden anstreben, wird es Zeit, in die Gänge zu kommen. Es braucht jetzt mehr als ein paar gutgemeinte Friedensfestchen, -demos und -nobelpreise. Keine Frage, es ist großartig und wichtig, dass es all das gibt. Aber für ein vom Herzen heraus gelebtes friedliches Miteinander dürfen wir viel, viel, viel tiefer ansetzen.

 

Die Graswurzel-Methode

 

Aus meiner Zeit in der Medienbranche kenne ich noch den Ausdruck „Graswurzel-Journalismus“. Journalismus aus der Mitte der Gesellschaft, vom Normalo-Bürger für den Normalo-Bürger.

Wäre es nicht fantastisch, wenn es auch einen Graswurzel-Frieden gäbe? Einen Frieden, der ganz vorsichtig seine ersten zarten Wurzeln in der Seele eines jeden Menschen schlägt und der (je mehr man ihn pflegt) immer stärker und größer wird, bis er schließlich von innen nach außen hindurchbricht, wo er sich in seiner ganzen blütenden Pracht präsentieren darf?

Die einzige Methode, echten Frieden in der Welt zu erschaffen, ist, an den ganz persönlichen Kriegsschauplätzen zu beginnen. In tiefen Frieden zu kommen mit dem, was ICH bin und was in MEINEM Leben ist.

Ja, das dauert. Vermutlich sogar viele, viele Generationen. Aber weißt du was? WIR dürfen JETZT damit beginnen. Und es lohnt sich sowas von.

 

Wie du die Graswurzel-Methode anwenden kannst

 

Wie aber schafft man es denn jetzt, den hochgelobten inneren Frieden zu erlangen?

Glaub mir, ich bin noch weit davon entfernt, keinerlei innere wie äußere Kriege mehr zu führen. Aber sie sind weniger geworden. Sie dauern kürzer. Und sind weniger blutig. Und die Momente des kristallklaren Friedens, die man spüren darf, sind unbezahlbar.

 

Deshalb teile ich hier mit dir meine Top-8-Tipps für einen Weg zu mehr Frieden in dir, deinem Leben und der Welt.

 

  1. Ein morgendliches Friedensritual
    Warum nicht den Tag mit einem Friedensritual beginnen? Anstatt sich schon im Bett den Kopf darüber zu zerbrechen, was in unserem Leben alles nicht passt und über die vielen Dinge zu grübeln, die am Tag anstehen, und mit dieser negativen Energie in den Tag zu stolpern, wäre es doch schön, sich dem Gedanken zu öffnen: „Das Universum hat sich heute verschworen, mir einen wunderbaren Tag zu bereiten.“ Um diese glückliche Verschwörung zu besiegeln, kannst du dir in deiner Vorstellung selbst eine Umarmung schenken oder eine Blume des Friedens überreichen. Nimm dir Zeit, diesen Moment zu spüren und zu genießen.

  2. Eine Gute-Nacht-Geschichte
    So achtsam der Start in den Tag sein sollte, so wohlüberlegt sollte auch unsere Gute-Nacht-Geschichte sein. Denn was wir kurz vor dem Schlafengehen unserem Geist als Futter geben, hat große Auswirkungen darauf, wie entspannt und zuversichtlich wir einschlafen. Außerdem gelangt das Letzte, mit dem wir uns am Tag beschäftigen, besonders gut in unser Unterbewusstsein. Vielleicht tauschst du also den TV-Krimi oder Stephen-King-Roman lieber mal gegen eine schöne, positive, versöhnliche oder motivierende Gute-Nacht-Geschichte ein. Zwei meiner Lieblingsbücher findest du übrigens hier.

  3. Alte Wunden heilen
    Warum gibt es zwischen Menschen so viel Streit? Nicht etwa, weil wir alle so böse sind. Sondern weil unser Ego so unglaublich empfindlich ist. Dieses kleine armselige Würstchen in uns, das ständig das Gefühl hat, zu kurz gekommen zu sein, ungerecht behandelt, nicht genug gesehen und geliebt worden zu sein, dessen Taten nicht ausreichend gewürdigt und geschätzt wurden und und und. Die Seele eines Durchschnittsmenschen ist übersät mit großen und kleinen Wunden (meist uralte Mitbringsel aus der Kindheit), die ideale Andockmöglichkeiten für weitere Dramen bieten. Wenn wir innen wie außen mehr Frieden finden wollen, ist es notwendig, diese Wunden zu heilen. Das geht nicht von heute auf morgen und braucht viel Zuwendung. Aber es ist niemals zu spät, mit der Vergangenheit aufzuräumen, damit sie nicht auch noch unsere Zukunft bestimmt. Vielleicht liegt es momentan außerhalb deiner Vorstellungskraft, aber: Gemeinsam mit einem Therapeuten, Coach oder guter Literatur seine alten Wunden zu heilen, kann richtig Spaß machen, ist unglaublich befreiend und absolut unverzichtbar, um Frieden mit sich und der Vergangenheit zu schließen.

  4. Nachrichtenkonsum reduzieren
    Natürlich ist es wichtig, über das Geschehen in der Welt informiert zu sein. Aber das geht auch mit einem Mindestmaß an täglichem Nachrichtenkonsum. Nachrichten lassen uns meist mit einem Gefühl von Angst, Wut, Hass oder Ohnmacht zurück und können uns regelrecht die Lust am Leben nehmen. Nicht umsonst verzichten viele sehr erfolgreiche Menschen komplett auf Nachrichten. Konsumiere sie also mit Bedacht und mach dir bewusst, dass negative Schlagzeilen vielleicht unseren Pessimismus-Panik-Muskel trainieren, ganz sicher aber nicht unseren inneren Frieden fördern.
  5. Ausmisten
    Ausmisten befreit uns von der täglichen Überforderung. Ausmisten schafft Klarheit und macht Platz für inneren Frieden. Es gibt so viel auszumisten: Klamotten, angefangene Hautcremes, die schon längst ranzig geworden sind, Dekoartikel, die kein Mensch vermissen würde, Gedanken, Freunde, Aufgaben, Gewohnheiten. Was kannst du in deinem Leben ausmisten?
  6. Ruhe suchen
    Manchmal stehe ich ganz bewusst schon um 4 Uhr morgens auf und gehe als erstes raus auf den Balkon. Der Nachthimmel, die wunderschöne Stille und die Sicherheit, dass gerade noch niemand irgendwas von mir will, schütten bei mir jedes Mal Glücksgefühle aus. 🙂 Das Gefühl, dass die Welt gerade nur mir gehört, löst tiefen inneren Frieden aus. Dazu musst du dich natürlich nicht so früh aus dem Bett quälen – ein Waldspaziergang, eine stille Minute zuhause tut’s auch.
  7. Neu denken
    Früher habe ich Selbsthilfebücher oder Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung gehasst. Heute liebe ich sie, weil sie mir alternative Denkweisen aufzeigen. Wenn mir blöde Dinge passieren, denke ich so lange nach, bis ich einen guten Gedanken gefunden habe, der die Situation doch noch in ein positives Licht rückt. Es gibt immer einen alternativen Weg fürs Denken und Handeln, als den Weg des Kriegs oder Hasses. Aber dazu muss man sich erst mal eine solche Gedanken-Schatzkiste zulegen. Lies entsprechende Bücher oder schau dich im Internet um. Je mehr Wissen du in dir trägst, umso flexibler kannst du denken.

  8. Selbsthypnose, Meditation, Yoga, Achtsamkeitstraining
    Das Allerwichtigste ist, unseren Geist unter Kontrolle zu bringen. Ihm beizubringen, automatisch den friedvollen, liebevollen Gedanken zu wählen, anstatt den negativ-aggressiven. Das ist reines Gehirn-Training. Methoden wie Selbsthypnose, Meditation, Yoga oder Achtsamkeitstraining sind ideal dafür.

 

Challenge #14

An welchem Punkt kannst du ansetzen, um Frieden in deinem Leben wachsen zu lassen? Pick dir einen Punkt raus und bleib dran, bis du eine Veränderung in dir spüren kannst!

 

Ja, der Weg zu innerem Frieden ist ein steiniger und wohl lebenslanger. Und ob wir weltweiten Frieden überhaupt jemals erlangen werden, ist die große, große Frage.

 

Aber wenn, dann stelle ich mir diese Welt fantastisch vor: Wir müssten keine Millionen mehr ausgeben für von Bundesministerien erdachte Integrations-Projekte. Wir bräuchten keine fadenscheinigen Spendenaktionen für die Benachteiligten der Welt. Keine Umweltprojekte gegen zu viel Plastikmüll. Denn Menschen, die in sich Frieden gefunden haben, sind niemals in der Lage, die Natur, in der sie leben, auszubeuten und zu zerstören. Wenn die pure Liebe, echter Frieden durch unsere Adern fließen würden, wäre der Schutz unserer Erde und all ihrer Lebewesen das Natürlichste überhaupt für uns.

 

Wie stellst du dir eine friedliche Welt vor? Und was hilft dir, Frieden in deinem Leben zu finden? Teile deine Ideen mit uns in den Kommentaren!

 

Danke fürs Lesen… mit friedlich-liebsten Grüßen 🙂

 

Deine 

 

Stephanie

 

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4 Antworten zu “Challenge #14”

  1. Verena sagt:

    Wundervolle Worte-wie immer von Dir liebe Steffi!

    Deine 8 Punkte hören sich toll an und ich frage mich, wieso Mann /Frau sie nicht gleich alle zusammen und von heute auf morgen beginnt umzusetzen!
    Eine Antwort habe ich auch schon gefunden, es ist wohl die Bequemlichkeit! Wie viel einfacher ist es doch alles auf sich herabrieseln zu lassen, zu schlucken (auch wenn man eigentlich gar nicht damit einverstanden ist), wegzuschauen oder nicht hinzuhören… aber macht es uns deswegen auch glücklich(er)? – ich bezweifle es.
    Von daher möchte ich mir deine Challenge heute wieder zu Herzen nehmen und einfach anfangen. Wann gäbe es einen besseren Zeitpunkt als jetzt!

    • administrator sagt:

      Vielen Dank auch DIR für deine wundervollen Worte!!! Ja, ich gebe dir absolut Recht… wir sind wohl alle ein bisschen zu bequem geworden, weil es uns vielleicht zu gut geht?!? Und jeder, der schon mal versucht hat, ab sofort positiv zu denken (oder sonstige Veränderung in sich zu bewirken), weiß, dass das nicht von heute auf morgen geht, sondern ein langer Prozess ist, der viel Übung und Willenskraft bedarf. Aber es lohnt sich und – wie du sagst – es gibt keinen besseren Zeitpunkt zum Beginnen als JETZT! 🙂

  2. Heike sagt:

    Wunderschön geschrieben, Stephanie- und ich unterschreibe alles- der „kleine“ Friede…fängt bei mir an. Das war wieder ein wichtiger Impuls für mich, um nicht von den vielen negativen Schlagzeilen und Meldungen überrannt zu werden! Je postitver ich denke, desto mehr Positives ziehe ich an! Das hat wunderbar geklappt, als ich jeden Morgen 10 Dinge notiert habe, für die ich dankbar bin. Dann hab´ich mir diese Dinge nur noch gedacht, nicht mehr aufgeschrieben….und dannnicht mal mehr mental gedankt….und wumm- bin ich wieder im negativen Strudel! Ab Morgen schreibe ich wieder morgens wieder auf, wofür ich dankbar bin- als erstes dafür, dass Du mir so eine tollen Impuls gegeben hast um mehr Frieden in meine Welt zu bringen. Also ich häng mich´mal bei Punkt 1 und 8 ´rein!

    Vielen lieben Dank für diese tolle, wichtige Challenge, Stephanie! Dicke Umarmung!!

    • administrator sagt:

      Ja genau, Dankbarkeit, liebe Heike! Da sprichst du einen so wichtigen Punkt an!!! Vielen Dank für diesen wertvollen Tipp und auch für deine lieben Zeilen! Ich bin sowas von dankbar, dass du zur Mach-die-Welt-besonders-Community gehörst! 🙂

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