Challenge #2

Rette die Weihnachtsstimmung

Foto: Brigitte Tohm, unsplash.com/@brigittetohm

 

Zuallererst wünsche ich Dir ein wundervolles neues Jahr! Ich wünsche Dir, dass 2017 ein ganz besonderes Jahr für Dich wird, in dem Du Dir ein paar langgehegte Träume erfüllst und neue wunderbare Träume in Dir reifen.

Konntest Du Weihnachten genießen? Für mich ist das die allerzauberhafteste Zeit im Jahr und ich habe mich gefragt, warum das so ist.

 

Warum lieben wir Weihnachten?

Es liegt nicht an den Geschenken, dem Tannenbaum, den Knödeln und der Gans. Ich glaube, wir lieben Weihnachten aus einem anderen Grund.

 

Weil an diesen wenigen Tagen etwas Besonderes passiert

Die Welt taucht in ein kitschiges Walt-Disney-Märchen. Als hätte jemand unsere schlechte Laune ausgeknipst und eine magische Stimmung über uns gelegt. Wir sind freundlicher und entspannter, überschütten uns mit guten Wünschen, spenden wie die Wilden und verspüren dieses vage Gefühl, dass wir alle doch irgendwie zusammengehören. Ich liebe die Weihnachtsstimmung, weil sie erahnen lässt, wie die Welt sein könnte.

Aber so schnell sie kommt, so schnell ist sie wieder weg. Die Märchenblase platzt und im Nu dröhnt der Alltag wieder in voller Lautstärke. Wir sind genervt, motzen, regen uns auf, schnauzen uns an, beschweren uns wegen Kleinigkeiten.

 

Was wäre, wenn das ganze Jahr über Weihnachten wäre?

Wäre unsere Welt dann eine bessere? Ich glaube, ja!

Deshalb möchte ich Dich in der ersten Mach-die-Welt-besonders-Challenge des Jahres inspirieren, die Weihnachtssaison zu verlängern. Du brauchst nicht wieder den Tannenbaum ins Wohnzimmer holen und eine Ladung Plätzchen backen. Ich will, dass wir versuchen, uns die magische, entspannte Weihnachtsstimmung noch ein Weilchen zu bewahren. Warum sollte es keine magische Neujahrszeit, eine magische Frühlings-, Sommer- oder Herbstzeit geben, in der wir uns genauso freundlich und gelassen begegnen wie an Weihnachten? Ich weiß, dass das nicht einfach ist.

 

An jeder Ecke lauern Ärgernisse und Kränkungen

Auch in 2017 wirst Du nicht verschont bleiben. Jemand quatscht Dich in der U-Bahn, beim Einkaufen oder an der Ampel blöd an. Jemand regt Dich mit seinem egoistischen, rücksichtslosen, undankbaren Verhalten tierisch auf. Wut kocht in Dir hoch. Du kennst das? Jep, ich auch.

 

Wie können wir trotzdem weihnachtlich gelassen und liebevoll bleiben?

Auch für mich ist es immer wieder eine Herausforderung, in solchen Momenten entspannt zu bleiben und dem anderen nicht wenigstens gedanklich Böses an den Kopf zu werfen. Aber ich habe mir einige Strategien zurechtgelegt, die Wunder wirken. Mit ein bisschen Übung werden Dir diese Methoden eine Menge Stress ersparen und täglich ein wenig Weihnachtsglitzer versprühen.

 

Hier sind die 5 effektivsten Tricks

 

1. Zieh Deinen Schutzpanzer an
Schließe Deine Augen und spüre, welche Farbe für Dich Schutz symbolisiert. Stell Dir vor, wie diese Farbe Deinen Körper komplett einhüllt und sich als Schutzpanzer um Dich legt. Du kannst die Schutzhülle nach allen Seiten beliebig ausdehnen, bis Du Dich wohl und behütet fühlst. Aktiviere diesen imaginären Schutz jedes Mal, bevor Du Dich in potentielle Ärgernis-Situationen begibst. Du wirst merken, dass Du mit einer komplett anderen Ausstrahlung durch den Tag gehst und Ärgernisse gar nicht erst zu Dir durchdringen. Statt der Farbe kannst Du Dir auch z.B. eine Seifenblase oder einen Schutzmantel vorstellen. Sei maximal kreativ, hat mein Hypnoseausbilder immer gesagt!

 

2. Spiele „Nordsibirische Eisenbahn“
Gerätst Du trotzdem mal in eine Situation, die Dich wütend macht, empfehle ich Dir die Methode „Nordsibirische Eisenbahn“ aus dem Buch „Search Inside Yourself“, dem Selbstentwicklungsprogramm, das Google für seine Mitarbeiter entwickeln ließ. Dadurch werden durch emotionale Schlüsselreize erhitzte Gemüter wieder abgekühlt, als würdest Du wie eine Eisenbahn durch eine der kältesten und abgelegensten Regionen der Welt rauschen.
Step 1: Verzichte nach dem Ärgernis einen Moment lang auf eine Reaktion. Richte die Aufmerksamkeit stattdessen auf den Atem. Nimm das belastende Gefühl (z.B. Wut) körperlich wahr, z.B. Spannungs- und Temperaturveränderungen in Gesicht, Schultern, Brust. Einfach wahrnehmen, ohne zu urteilen. So nimmst Du die emotionale Belastung als körperliches, nicht als existentielles Phänomen wahr.
Step 2: Überlege – woher kommt das Gefühl? Hat es mit einer (vermeintlichen) eigenen Unzulänglichkeit zu tun? Versetze Dich dann in den anderen und denke: Alle wollen glücklich sein. Auch dieser Mensch denkt, dass ihn sein Handeln auf irgendeine Weise glücklich machen wird.
Step 3: Überlege – wie könntest Du in dieser Situation ein positives Ergebnis erzielen? Du musst diese Dinge nicht tun, sondern Dir lediglich die gütigste, positivste Reaktion vorstellen. Wie sähe sie aus? Trainiere die Methode, indem Du Dir für vergangene Situationen überlegst, wie sie abgelaufen wären, wenn Du „Nordsibirische Eisenbahn“ gespielt hättest.

 

3. Mach Gedanken-Geschenke
Bin ich versucht, mich über jemanden aufzuregen, beobachte ich Gesicht und Körperhaltung des Menschen. Trägt er vielleicht eine Last auf den Schultern oder im Herzen? Was könnte es sein? Ich frage mich: Was könnte ich diesem Menschen schenken? Was würde ihm guttun? Eine Portion Selbstliebe, eine Prise Verständnis? Dann schicke ich das Päckchen gedanklich ab, vielleicht in Form eines farbigen Lichtstrahls oder eines Symbols, zusammen mit einem guten Wunsch, z.B.: „Möge Dein Schmerz verschwinden“ oder „Mögest Du Stärke (Leichtigkeit, Frieden) finden“. Wenn Dir das schwerfällt, mach Dir bewusst, dass es einen Grund gibt, warum dieser Mensch so ist. Er hat eine Geschichte und wir haben keine Ahnung, wie sie aussieht. Wenn er könnte, würde er anders handeln.

 

4. Stell Dir diese Frage
Was würde die Liebe jetzt tun? Aus Sicht der Liebe eröffnen sich Dir viel schönere und mitfühlendere Handlungsmöglichkeiten als aus der Sicht Deines Egos.

 

5. Reise ins Weltall
Zoome Dich gedanklich aus dem Geschehen heraus und schau Dir die Situation aus dem Weltall an. Von dort überblickst Du nicht nur die Erde, sondern auch Dein gesamtes Leben. Welche Bedeutung hat das Ärgernis jetzt noch? Ist es wert, sich aufzuregen, oder ist es nur ein winziges Sandkörnchen in der Unendlichkeit des Universums, ein unbedeutender Farbkleks auf der Leinwand Deines Lebens?

 

Puh, so viel Input! Vielleicht kannst Du Dir nicht alle Methoden merken und tust Dir anfangs schwer, sie umzusetzen. Keine Sorge! Es geht nicht um Perfektion. Such Dir ein, zwei Lieblingsmethoden aus und übe sie immer wieder.

 

Du veränderst damit Leben

Diese Strategien erzielen keine augenscheinlichen Gewinne wie weihnachtliche Spendenaktionen. Sie sind dennoch extrem machtvoll. Eine mürrische Kassiererin, auf die alle Kunden mürrisch reagieren, wird mürrisch bleiben, weil sie in ihrem Weltbild immer wieder bestätigt wird. Stell Dir vor, was passiert, wenn Du ihr einen Grund gibst, sich zu freuen! Durchbrich ihr Weltbild mit Deiner liebevollen Freundlichkeit! „Behandle die Menschen so, als wären sie, was sie sein sollten, und Du hilfst ihnen zu werden, was sie sein können,“ so ein Zitat von Goethe.

 

Das heißt nicht, dass Du Dir jetzt alles bieten lassen sollst. Aber Du kannst schon allein Deiner Gesundheit zuliebe bewusster handeln und so auch Dein Leben verändern. Erspar Deinem Körper den Stress, schone Deine Nerven und halte es wie Buddha: „An Ärger festhalten ist, wie wenn Du ein glühendes Stück Kohle festhältst mit der Absicht, es nach jemandem zu werfen. Wer sich dabei verbrennt, bist Du selbst.“

 

Die Challenge für die nächsten vier Wochen:

Lass uns die Weihnachtsstimmung verlängern! Lass uns freundlich, gelassen und liebevoll sein, bevor es jemand von uns erwartet, weil Weihnachten ist. Weihnachten beweist jedes Jahr, dass wir es doch eigentlich können.

 

Tausend Dank, dass Du bis hierhin gelesen hast! Tausend Dank, dass Du so wunderbar bist!

Was Du jetzt sofort tun kannst:

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Mach die Welt besonders! Viel Spaß wünscht Dir dabei von Herzen,

 

Deine

 

Stephanie

 

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2 Antworten zu “Challenge #2”

  1. Anette sagt:

    Hallo Stephanie,
    ich finde Du sprichst in diesem Blogbeitrag ein großes Thema an, das uns alle betrifft. Ich fühle mich total angesprochen mit dem was Du schreibst. Mein Weihnachten war sehr schön und ich habe die Weihnachtszeit sehr genossen. Doch kaum war der 27. Dezember war alles wieder beim alten. Ich finde das auch sehr schade, dass man immer nur für 3 Tage friedlich und freundlich ist. Daher finde ich den Eintrag wirklich toll. Ich bin ganz gespannt darauf, wie es mir gelingen wird, Deine Ratschläge im Alltag anzuwenden. Werde Dir davon berichten, wie es gelaufen ist. Danke für den inspirirenden Beitrag! Gerade in der heutigen Zeit ist es wichtig solche Tipps zu haben und die Welt damit etwas freundlicher zu machen 🙂

    • Stephanie sagt:

      Liebe Anette, ganz herzlichen Dank für Deine lieben Worte! Ich bin schon ganz gespannt auf Deine Berichte! 🙂 Viel Spaß und alles Gute! Deine Stephanie